Die Kurzgeschichten von Philip K. Dick – Science Fiction Klassiker

Wer war Philip K. Dick?

In dieser Rezension beschäftige ich mich mit den Science Fiction Kurzgeschichten des Autors Philip K. Dick.

Ich habe immer schon gerne Science Fiction Romane gelesen.

Einer meiner absoluten Lieblingsautoren in diesem Genre ist Philip K. Dick.

Die meisten Leser können mit diesem Namen möglicherweise erst einmal nichts anfangen können.
Die Verfilmungen einiger seiner Romane und Kurzgeschichten sind aber durchaus sehr bekannt.

So stammt beispielsweise Blade Runner (verfilmt mit Harrison Ford) aus seiner Feder und auch Total Recall (verfilmt mit Arnold Schwarzenegger).

Philip K. Dick lebte von 1928 bis 1982 und wird oft als der Franz Kafka der Science Fiction bezeichnet.

Er beschäftigte sich mit philosophischen Themen und interessierte sich auch für Religion.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens stand im Fokus seines Interesses.

Leider war es ihm nicht vergönnt, mit der Arbeit als Schriftsteller auch in finanzieller Hinsicht erfolgreich zu sein.

Dies führte dazu, dass er sehr viel schreiben musste, um entsprechende Einnahmen zu generieren.

Leider sind seine Romane nicht alle in deutscher Sprache erhältlich.

Die Kurzgeschichten von Philip K. Dick

Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich eine Gesamtausgabe seiner 118 Kurzgeschichten entdeckt habe.

Diese besteht aus fünf Bänden, die in einem Schuber verstaut sind.

Die Kurzgeschichten von Philip K. Dick sind teilweise sehr surreal und verlangen die volle Aufmerksamkeit beim Lesen.

Dick beschäftigt sich nicht so sehr mit Bedrohungen aus dem All, auch findet man bei ihm keine ausgedehnten Space Operas.

Vielmehr konzentriert er sich auf die mögliche Zukunft des Menschen auf der Erde und weist dabei auf zumeist selbst gemachte Probleme hin.

So thematisiert er sehr oft eine von Menschen verursachte Apokalypse, nach der die Erde unbewohnbar ist und die letzten Überlebenden nur noch in Bunkern unter der Erdoberfläche leben können.

Der Protagonist landet oft in schier ausweglosen Situationen, die ihn zumeist überfordern und am Ende steht auch oft das totale Scheitern. Man findet hier keine strahlenden Helden wie Luke Skywalker. Bei Philip K. Dick hätte Darth Vader am Ende gewonnen.

Sehr kritisch steht er auch technischen Entwicklungen gegenüber. So gibt es einige Geschichten, in denen sich Roboter plötzlich gegen ihre Erschaffer wenden. Sogar Kinderspielzeuge hecken im Verborgenen teuflische Pläne aus, um den Menschen zu entkommen.

Das erinnert mitunter ein bisschen an Stephen King, in dem auch Autos zu einer Bedrohung für den Menschen werden können (Christine).

Vielfach geraten die Hauptpersonen in Situationen, in denen sie zwischen Wirklichkeit und Traum nicht mehr unterscheiden können.

Die Frage nach der Wirklichkeit

Philip K. Dick beschäftigt sich gerne mit der Frage, ob das was wir sehen tatsächlich die Wirklichkeit ist, oder ob es dahinter noch eine andere Ebene gibt, die wir nur nicht wahrnehmen können.

So spielt einer seine bekanntesten Romane The man in the high Castle (Das Orakel vom Berge) in einer Welt in der die Nazis den 2. Weltkrieg gewonnen haben. Im Verlauf des Romans stellt sich aber immer mehr die Frage, ob das tatsächlich der Wirklichkeit entspricht.

Philip K. Dick – Eine Herausforderung, die sich lohnt

Die Kurzgeschichten in der Gesamtausgabe sind teilweise sehr skurril, aber eigentlich immer lesenswert, vorausgesetzt, man lässt sich auf die Gedankenwelt von Philip K. Dick ein.

Ich nehme diese Bücher immer wieder zur Hand und lese eine oder mehrere Geschichten und es macht mir immer wieder Spaß, in Dicks einzigartige Welten einzutauchen.

Dick war ein Vielschreiber und manchmal sieht man das seinen Werken auch an.

Der Schreibstil kann manchmal mit der grandiosen Ideenvielfalt nicht ganz mithalten.

Dennoch zieht es mich immer wieder zu Philip K. Dick und ich freue mich, dass eine Gesamtausgabe der Kurzgeschichten bei mir im Regal steht.

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